Der schönste Erfolg den man wohl durch harte Arbeit feiern kann ist wenn man damit beginnt sein eigenes Traumhaus zu planen und zu bauen. Aber vor dem Setzen des Grundsteins gibt es noch tausende Dinge die es zu bedenken gilt.
Zum einen sollte man sich überlegen ob man sein Traumhaus nicht in Passivhausbauweise bauen lassen sollte. Dieser besondere Baustil setzt seine Prioritäten vorallem darauf ein Haus zu bauen, welches so wenig wie möglich laufende Kosten produziert. Diese Bauweise schneidet sich keineswegs mit modernem und wohnhaftem Design, es werden eben lediglich schon beim Bau zum einen gewisse Fehler vermeiden, zum andern Vorbereitungen getroffen die sich die speziellen Umweltbedingungen der Umgebung zu nutze machen um Energiekosten so niedrig wie möglich zu halten.
Zunächst werden die Wände und die Kellerdecke gegen den Boden und die Kellerräume so gut wie möglich Wärmeisoliert. Hier wird bei Häusern in normal Bauweise viel Energie in die Aufwärmung des Fundaments gesteckt, von der keiner der Bewohner einen Nutzen hat.
Desweiteren wird das gesamte Gebäude Luftdicht und Winddicht gebaut, so dass so wenig wie möglich Wärmeaustausch mit der Umgebung stattfinden kann. Dies macht zwar die zusätzliche Installation einer Lüftungsanlage nötig, dies ist wiederrum jedoch tatsächlich ein Vorteil statt ein Nachteil. Da der Luftaustausch mit der Umgebung nun nur noch an Stellen stattfindet die vom Bauherren festgelegt werden können, kann ein sogenannter Abluftwärmetauscher installiert werden. Dieser erwärmt die zugeführte Luft mit der Restwärme der abgeführten Luft. Auf diese Weise kommt immer frische Luft ins Haus, die Wärme bleibt jedoch in den Räumen erhalten. Das führt dazu, dass ein Passivhaus in der Regel nur noch eine 1 Kilowatt Heizung statt einer 10 Kilowatt Heizung benötigt.
Außerdem wird auf dem Dach ein Sonnenkollektor installiert. Dieser ist nicht zu verwechseln mit einer Photovoltaikanlage die Strom produziert, welche natürlich zusätzlich auch installiert werden kann. Ein Sonnenkollektor dient der Wassererwärmung im Sommer. Dieses warme Wasser kann in einem Erdwärmespeicher gelagert werden, um es zur Vorerwärmung der zugeführten Luft zu nutzen.
Da in großen tiefen der Boden in Deutschland auch im Winter nicht unter 5 Grad Celsius kalt wird lässt sich so tatsächlich auch noch im Winter ein Teil der Sonnenergie des Sommers verwenden.